Orthopädie-Schuhtechnik · Diabetesversorgung
Schutz und Entlastung für besonders sensible Füße.
Bei der diabetesgerechten Fußversorgung steht die gezielte Druckentlastung im Mittelpunkt. Individuell abgestimmte Einlagen, geeignete Schuhe und eine sorgfältige Kontrolle helfen dabei, gefährdete Bereiche möglichst wirksam zu schützen.

Besondere Aufmerksamkeit
Druckstellen möglichst vermeiden, bevor sie zum Problem werden.
Diabetes kann mit Veränderungen des Empfindungsvermögens und der Durchblutung einhergehen. Dadurch können Druck- und Belastungsstellen am Fuß weniger deutlich wahrgenommen werden.
Deshalb betrachten wir Fußform, Belastung, Schuh und vorhandene Versorgung besonders sorgfältig. Ziel ist eine Lösung, die gefährdete Bereiche entlastet und gleichzeitig zum Alltag des jeweiligen Menschen passt.
Druck reduzieren
Belastete oder gefährdete Bereiche werden bei der Versorgung gezielt berücksichtigt und möglichst entlastet.
Schützen
Geeignete Materialien, Passform und ausreichend Raum sollen sensible Bereiche des Fußes möglichst gut schützen.
Individuell versorgen
Einlagen und Schuhe werden nicht pauschal gewählt, sondern auf Fuß, Verordnung und Versorgungssituation abgestimmt.
Kontrollieren
Passform und Funktion sollten regelmäßig überprüft werden, damit Veränderungen frühzeitig berücksichtigt werden können.
Versorgung nach Bedarf
Diabetesadaptierte Einlagen und geeignete Schuhe.
Welche Versorgung sinnvoll ist, hängt von der konkreten Ausgangssituation und der ärztlichen Verordnung ab. Zur gezielten Druckentlastung können unter anderem diabetesadaptierte Spezialeinlagen und geeignete Prophylaxeschuhe eingesetzt werden.
Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes Produkt, sondern das Zusammenspiel aus Fußform, Belastung, geeignetem Schuhwerk, individueller Anpassung und regelmäßiger Kontrolle.
Wichtig: Die orthopädieschuhtechnische Versorgung ergänzt die medizinische Betreuung. Akute Veränderungen, offene Stellen oder Wunden am Fuß sollten ärztlich abgeklärt werden.
Analyse & Messtechnik
Belastung verstehen, Versorgung gezielt abstimmen.
Digitale Messverfahren können dabei helfen, Fußform und Belastung genauer zu beurteilen. Die Messdaten ergänzen die persönliche und handwerkliche Beurteilung und fließen in die Planung der Versorgung ein.
Fußform erfassen
Der 3D-Fußscan ermöglicht eine präzise digitale Erfassung der individuellen Fußform.
Belastung beurteilen
Fußdruckmessung und Ganganalyse können auffällige Belastungsmuster sichtbar und nachvollziehbar machen.
Versorgung abstimmen
Messwerte, Verordnung, Erfahrung und persönliche Anforderungen werden zu einer individuellen Lösung zusammengeführt.
So läuft die Versorgung ab
Sorgfältig von der ersten Beurteilung bis zur Kontrolle.
Der genaue Ablauf richtet sich nach Verordnung und individuellem Bedarf. Grundsätzlich begleiten wir die Versorgung in fünf aufeinander abgestimmten Schritten.
Wir besprechen Verordnung, bisherige Versorgung, Alltag und individuelle Anforderungen.
Fußform, sensible Bereiche, Schuhe und vorhandene Hilfsmittel werden sorgfältig betrachtet.
Je nach Versorgung kommen 3D-Fußscan, Fußdruckmessung oder weitere Analyseverfahren zum Einsatz.
Einlage oder Schuhversorgung wird auf die individuelle Situation und die gewünschte Druckentlastung abgestimmt.
Bei der Abgabe und im weiteren Verlauf prüfen wir Passform und Funktion und passen bei Bedarf nach.
Langfristig gedacht
Gute Versorgung endet nicht mit der Übergabe.
Gerade bei besonders sensiblen Füßen ist es wichtig, Veränderungen ernst zu nehmen und die Versorgung regelmäßig zu überprüfen.
Deshalb gehört für uns neben der individuellen Anfertigung oder Anpassung auch die persönliche Kontrolle zum Versorgungskonzept.
Persönliche Beratung
Sie benötigen eine diabetesgerechte Fußversorgung?
Bringen Sie Ihre Verordnung und vorhandene Einlagen oder häufig getragene Schuhe mit. Wir besprechen gemeinsam, welche Versorgung für Ihre Situation geeignet ist.